Gymnasiasten liefen für den guten Zweck

Bereits am 24. Juli konnten die Schüler der Klassen fünf bis zehn und einige aus der Q 11 ihre Runden drehen. Jede Runde entsprach 480 Metern. Der Goegy-Spendenlauf des Goethe-Gymnasiums fand schon zum sechsten Mal im Stadtpark statt. „Zum Laufen herrschte das optimale Wetter, nur am Schluss regnete es kurz“, sagt Bernhard Rothauscher, der Leiter des Goethe-Gymnasiums.

 Nun fand die Übergabe der Spenden statt. Das Goegy konnte dieses Jahr laut Rothauscher fantastische Laufleistungen verbuchen. 26 Schüler liefen an diesem Tag eine Distanz von über 21,5 Kilometern. Michael Dirscherl, zu dem Zeitpunkt in der zehnten Klasse, lief 36 Kilometer. Er wurde vor zwei Jahren bei einem Spendenlauf von der LG Telis Regensburg entdeckt. Stolze 29 Kilometer absolvierte Vincent Durst-Bäumner, damals noch aus der achten Jahrgangsstufe. „Die Laufleistung steht hier im Vordergrund“, betont Sportlehrerin und Organisatorin Alexandra Dollinger. Die Schüler erliefen zudem eine Summe von rund 18 200 Euro. Traditionell kommt ein Teil der Spenden dem überregionalen Schulprojekt zugute. Das Goethe Gymnasium unterstützt damit Straßenkinder im Nord-Osten von Brasilien. Der größte Teil der Spenden unterstützt regionale Institutionen.

Prof. Dr. Franz-Josef Helmig vom Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK), und Prof. Dr. Reinhard Andreesen von der Leukämiehilfe Ostbayern freuten sich über die große Unterstützung. Moritz Thurow, ein Schüler des Goethe-Gymnasiums, hat den Kontakt hergestellt. Er engagiert sich schon lange als Botschafter für die Leukämiehilfe. „Es ist wichtig, dass Kinder merken, wenn sie etwas Gutes tun und etwas bewirken können“, sagte Rothauscher. Deshalb sei der nächste Goegy-Spendenlauf schon in Planung.

Die mehrfache Olympiateilnehmerin Annke Conradi besuchte den Lauf ebenfalls. „Sie begeistert uns alle“, sagt Dollinger. Conradi habe allen vor Augen geführt, dass man ein Ziel im Leben erreichen könne, wenn man es zielstrebig verfolge und sich trotz Hürden nicht entmutigen lasse. Sie lebt seit ihrer Geburt mit einer körperlichen Beeinträchtigung (Cerebralparese), die sie zwingt den Alltag mit dem Rollstuhl zu meistern. Bereits seit 20 Jahren verfolgt Conradi den Schwimmleistungssport und hat diesen Juli bei den internationalen Deutschen Schwimmmeisterschaften in Berlin über 100 Meter Freistil international den zweiten Platz in ihrer Startklasse erzielt und somit Platz eins in der deutschen Wertung.

Quelle Text und Bild 1: Isabelle Lemberger, Mittelbayerische Zeitung

Bild 1 v.l.n.r.: Professor Dr. Reinhard Andreesen, Moritz Thurow, Bernhard Rothauscher, Alexandra Dollinger., Ulrich Ruckdäschel, Prof. Dr. Franz-Josef Helmig

Bild 2: Fritz Pustet, Moritz Thurow