Hilfsprojekte für Krebspatienten

Seit mehr als 15 Jahren fördern wir Hilfsprojekte für Krebspatienten in ganz Ostbayern. Wir unterstützen bestehende Projekte und initiieren neue, um die Versorgung der Patienten und ihrer Angehörigen immer weiter zu verbessern.

Die Projekte

  • Brückenpflege
  • Buch-Projekte
  • "Fit for Cure" - Mit Fitness gegen den Krebs
  • Kinder- und Geschwistersprechstunde
  • Kunsttherapie für Kinder
  • Patientenhaus
  • Psychoonkologische Beratung

Mehr zu den Hilfsprojekten der Leukämiehilfe Ostbayern e.V.

Brückenpflege

Der Weg aus der Klinik nach Hause

Um Patienten mit Leukämie oder nach Stammzelltransplantation lange Krankenhausaufenthalte zu ersparen und so viel Zeit wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause zu ermöglichen, bauen seit 2003 speziell geschulte Mitarbeiter des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) für den Patienten eine "Brücke" zwischen der behandelnden Schwerpunktklinik und dem häuslichen Bereich.
Bereits während der Zeit des Klinikaufenthaltes wird der häusliche Hilfsbedarf gemeinsam mit dem Patienten und dessen Angehörigen ermittelt. Bei Entlassung steht das Team der Brückenpflege dann den Patienten, seinen Angehörigen, den Hausärzten und Pflegediensten vor Ort in der Organisation und Koordination der pflegerischen und ärztlichen Versorgung zur Seite und sorgt dafür, dass alle für die Familie notwendigen Hilfen und Helfer miteinander vernetzt werden.

Leistungen der Brückenpflege

  • Planung und sorgfältige Vorbereitung der Entlassung
  • Beratung und Schulung von Patienten und Angehörigen vor Entlassung
  • Kontaktaufnahme und Informationsübermittlung zu niedergelassenen Haus- und Fachärzten
  • Problemberatung, Verlaufskontrolle und Beurteilungskonstanz im ambulanten Bereich
  • Organisation ambulanter Pflegemaßnahmen
  • 24-stündige Telefonbereitschaft (gemeinsam mit dem KMT-Hintergrunddienst des UKR)
  • Versorgung mit Medikamenten

Kontakt

Die Pflegekräfte der Brückenpflege des Universitätsklinikums Regensburg sind telefonisch erreichbar unter 0941 944-5544 und unter 0173 8642246.

Erfolgsprojekt Brückenpflege!

Jährlich werden von den Mitarbeitern der Brückenpflege mehr als 100 Hausbesuche im Großraum Regensburg durchgeführt. Bei mehr als der Hälfte kann dank der Brückenpflege-Besuche eine ambulante Vorstellung der Patienten im Klinikum ersetzt werden. Das Regensburger Autohaus Schindlbeck stellt hierfür ein Auto zur Verfügung.
In der Ambulanz des Universitätsklinikums Regensburg gibt es jährlich fast 1.000 Patientenkontakte zum Brückenpflege-Team, unter anderem zur Katheter-Versorgung und zur Transplantations- und Ernährungsberatung.
Positive Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen haben gezeigt, dass ihnen die gezielte Information und Betreuung durch die Brückenpflege Sicherheit und Entlastung in einer schwierigen Lebenssituation bereitet. Für die Pflegekräfte selbst ist ein interessantes und vielschichtiges Aufgabenfeld entstanden, das immer wieder auch Kreativität verlangt.
Anerkennung fand die erfolgreiche Arbeit der Brückenpflege auch durch die AOK Bayern. Der Abschluss eines Vertrages zur Integrierten Versorgung ermöglichte es den Ärzten des Transplantationsteams, ein Modellprojekt zur frühen ambulanten Versorgung von stammzelltransplantierten Patienten zu schaffen.
Die Brückenpflege ist somit ein großer Fortschritt in der Versorgung dieser Patienten, der ohne den spendenfinanzierten Aufbau durch die Leukämiehilfe Ostbayern nicht möglich gewesen wäre.

Buch-Projekte

Der Umgang mit der Diagnose „Krebs“ ist für Patienten wie für Angehörige eine schwere psychische Belastung. Besonders leiden Kinder unter solchen Ausnahmesituationen. Oftmals trauen sie sich nicht, Fragen zu stellen, oder verstehen nur schwer, was „Krebs“ bedeutet.

Die Leukämiehilfe Ostbayern unterstützte deshalb die Herausgabe zweier Kinderbücher von Eva Höschl: „Paul hat Krebs“ und „Tschüss Oma“ sollen es betroffenen Eltern erleichtern, mit ihren Kindern über Krebs ins Gespräch zu kommen und offen mit dem Thema umzugehen.

„Paul hat Krebs“ kann beim Verlag edition buntehunde, „Tschüss Oma“ beim Hospiz-Verlag erworben werden.

"Fit for Cure" - Mit Fitness gegen den Krebs

Beim Kampf gegen den Krebs kommt es nicht auf die Hochleistungsmedizin allein an: Körperliche Aktivität  reduziert nach einer Tumorerkrankung nachweislich die Gefahr eines Rückfalls und erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Heilung. Mit Sport können Krebspatienten ihre Lebensqualität steigern, sich fit für den Alltag machen und ihre Genesung aktiv beeinflussen. Bewegung wirkt außerdem dem Fatigue-Syndrom entgegen, einer erkrankungsbedingten Erschöpfung.

Jedoch ist ein Fitnessstudio für Krebspatienten nicht unbedingt der beste Ort, um zu trainieren. Sei es, weil das Immunsystem noch zu schwach für große Menschenansammlungen ist oder aber die Patienten von der Krankheit gezeichnet sind und sich in der Öffentlichkeit damit nicht wohlfühlen. „Die Leukämiehilfe Ostbayern finanziert bereits seit acht Jahren am UKR eine Sportgruppe speziell für Krebspatienten im geschützten Raum der Physiotherapie. Ab März werden wir unser Engagement hier mit dem Programm ‚Fit for Cure‘ ausbauen. Dann erhalten alle ambulanten onkologischen Patienten des UKR Zugang zu einer individuellen und spezialisierten physiotherapeutischen Betreuung“, erklärt Professor Dr. Reinhard Andreesen, 1. Vorsitzender des Fördervereins Leukämiehilfe Ostbayern e.V.

„Fit for Cure“ beinhaltet:

  • onkologischen Rehasport
  • ein spezielles Gerätetraining (SGT)
  • eine kostenlose physiotherapeutische Sprechstunde
  • Yogakurse bei und nach Krebs

Das Programm wird zunächst komplett von der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. finanziert. Ab Herbst 2018 soll der onkologische Rehasport als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkasse angeboten werden können. 

Vom Infusomaten auf den Berggipfel   

„Im onkologischen Rehasport führen die Teilnehmer nach individueller Anleitung Bodentraining ohne Geräte durch. Beim SGT trainieren vorranging Leukämie- und Lymphompatienten gezielt an professionellen Großgeräten. In der physiotherapeutischen Sprechstunde ‚Das offene Ohr‘ beraten wir Patienten zu einem für sie geeigneten Sportprogramm und geben Übungsanleitungen“, beschreibt Sebastian Meier, Leiter der Physiotherapie des Universitätsklinikums Regensburg, Teile des von ihm mitentwickelten Konzepts „Fit for Cure“. Zwei Mal wöchentlich fördert ergänzend dazu die auf Krebs spezialisierte Yogalehrerin und ehemalige onkologische und palliative Gesundheits- und Krankenpflegerin Martina Meier mit dem Kurs „Yoga für Krebspatienten“ die physische und psychische Stärkung durch angepasste Yogaübungen.

Bereits seit 2010 existiert am UKR eine von der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. finanzierte onkologische Sportgruppe unter der Leitung von Sebastian Meier. Die Trainingsziele der Teilnehmer sind so unterschiedlich wie sie selbst und reichen von der  Linderung von Schmerzen bis zur Verbesserung der Fitness für den Wiedereinstieg in den Job. „Einer meiner Patienten wollte einen Berggipfel erklimmen und hat es nach zwei Monaten Training tatsächlich geschafft“, erinnert sich der Physiotherapeut an einen Teilnehmer seiner Onko-Sportgruppe.

Weitere Informationen zu „Fit for Cure“ erhalten Sie bei:

Sebastian Meier (Leiter Physiotherapie UKR)
Sebastian-florian.meier(at)ukr.de
Tel: 0941-944 6891

Kinder- und Geschwistersprechstunde

Schattenkinder

Kinder krebserkrankter Erwachsener, aber auch Geschwister von krebskranken Kindern bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit, denn sie leben im „Schatten“ der Erkrankung. Stationäre Aufenthalte führen oft zu langer Abwesenheit von Mutter oder Vater, der Alltag verändert sich maßgeblich. Sorgen und Ängste um den Erkrankten, aber auch Gefühle des Alleingelassenseins und der Vernachlässigung können für die gesunden Kinder sehr belastend sein.

Altersgerechte Hilfe

In den Kinder- und Familiensprechstunden am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) sprechen Psychologen mit den „Schattenkindern“ altersentsprechend über die Krankheit sowie über ihre Ängste und Sorgen. Bei Bedarf wird gemeinsam mit dem zur Verfügung stehenden Elternteil ein Alltagsplan entwickelt, der auch ihren Bedürfnissen Rechnung trägt. Außerdem finden die Eltern Beratung und Unterstützung dabei, wie sie mit ihren Kindern über die Krebserkrankung ins Gespräch kommen können.

Mehr zum Angebot der Kinder- und Familiensprechstunde finden sie hier.

Kontakt

Die Kinder- und Familiensprechstunden werden im Universitätsklinikum Regensburg durchgeführt. Ansprechpartnerin ist:
Sofia Goula
Tel: 0941 944-5563
sofia.goula(at)ukr.de

Kunsttherapie für Kinder

Von 2010-2015 ermöglichte die Leukämiehilfe Ostbayern jungen Krebspatienten der KUNO-Klinik am Universitätsklinikum Regensburg eine Mal- und Kunsttherapie. Dies soll den Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Erfahrungen, Gefühle und Ängste während der langen Klinikaufenthalte besser verarbeiten zu können. Seit 2016 wird dieses Projekt nun vom Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK) finanziert.

„Hoffentlich ist am Dienstag wieder Maltherapie“

Jeden Dienstag kommt die Kunsterzieherin Regina Hellwig-Schmid ins Uniklinikum, um auf Station mit den Kindern zu malen und zu basteln. Auch die Eltern werden mit einbezogen, um für ein paar Momente die Kliniksituation ausblenden zu können.
Für die meisten kleinen Patienten der Kinderkrebsstationen ist die Maltherapie bereits fester Bestandteil der Klinikaufenthalte geworden.

Kalender und Postkarten: Jeder Kauf ist eine Spende

Die schönsten Werke der letzten Jahre stellte die Leukämiehilfe Ostbayern in einem Geburtstagskalender und einem Postkarten-Set zusammen. Jahreszeitliche Motive finden sich dabei ebenso wieder wie Naturbilder und Fantasiefiguren. Kalender und Postkarten wurden im November 2014 präsentiert und können in den Buchhandlungen Bücher Pustet in Regensburg käuflich erworben werden (Kalender: 10 Euro, Postkarten-Set 6 Euro). Wer lieber telefonisch bestellen möchte, kann sich immer vormittags an die Geschäftsstelle der Leukämiehilfe Ostbayern wenden (Telefon: 0941 463788-0).

Psychoonkologische Beratung

Nichts ist mehr, wie es war

Wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt, verändern die Diagnose und die Therapie nicht nur den Alltag der Betroffenen selbst, sondern auch das Leben der ganzen Familie ist betroffen. Sowohl für die Patienten als auch für die Angehörigen ist es notwendig, sich der veränderten Lebenssituation zu stellen und anzupassen. Diese Zeit ist meist mit heftigen, oft unbekannten Gefühlen verbunden, die von allen Beteiligten gleichermaßen schwer zu verarbeiten sind.

Psychoonkologischer Dienst als Hilfe

Die Leukämiehilfe Ostbayern unterstützt ein professionelles Team von Psychologen und Ärzten im Universitätsklinikum Regensburg (UKR), die während des gesamten Behandlungsverlaufes sowohl den Patienten als auch ihren Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Bei Bedarf ist das Team Bindeglied zwischen Ärzten, Pflegenden, Patienten und Angehörigen. Beratungs- und Gesprächsangebote helfen, Strategien zum Umgang mit der Angst zu entwickeln und besser mit dem veränderten Alltagssituation umzugehen.

Leistungen der Psychoonkologischen Beratung

  • Gesprächsangebote über den gesamten Behandlungsverlauf für Patienten und Angehörige
  • Gespräche in akuten Krisensituationen
  • Entspannungsübungen
  • Ambulante Vor- und Nachsorgegespräche für stammzelltransplantierte Patienten
  • Informationen und Weitervermittlung (u.a. Literatur, Broschüren, Internetadressen, Selbsthilfegruppen)

Team

Ansprechpartner der psychoonkologischen Beratung im Universitätsklinikum Regensburg sind:

  • Dipl.-Psych. Thomas Leitzsch, Psychologischer Psychotherapeut, (Tel: 0941 944-5138, thomas.leitzsch(at)ukr.de)
  • Dipl.-Psychologin Anne Kaiser, Psychologischer Psychotherapeut i. A.,  (Tel. 0941 944-5139, anne.kaiser(at)ukr.de)
  • Dipl.-Psychologin Manja Knappik, Psychologischer Psychotherapeut i. A., Psychoonkologie (DKG), (Tel. 0941 944-5516, manja.knappik(at)ukr.de)
  • Dipl.-Psychologin, Dipl.-Pädagogin, Psychoonkologie (DKG) Birgitt Lehmke (Tel: 0941 944-5562, birgitt.lehmke(at)ukr.de)
  • Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologie (DKG) Arndt Nitschke (Tel: 0941-944-5509, arndt.nitschke(at)ukr.de)
  • Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologie (DKG) Ingrid Schön (Tel: 0941 944-5525, ingrid.schoen(at)ukr.de)